Rudolf Kley   -  

Luftpumpenfeld Ruhr 2010

Machen Sie bei dieser Aktion mit! Vincent van Gogh steht in der Moderne für den Aufbruch. Sein Geist erfüllt jetzt das ganze Ruhrgebiet! Auch Sie werden in die Geschichte des Ruhrgebietes eingehen. Lesen Sie hier, wie eine Teilnahme möglich ist und worum es eigentlich geht.

  Wir brauchen Ihre Luftpumpe!
 

Ein kleines Luftpumpenfeld stand schon in der Duisburger Innenstadt als Protestfeld gegen den Abriß der Mercatorhalle.

Rudolf Kley: "Dieses Schiff bringt die Kunst weiter!"

Aufkleber für Wahlplakate allerdings auf eigene Gefahr und ohne jegliche Haftung

Kurzbeschreibung der Aktion

Und hier das "Haupstadtlied" für den Kulturstandort Ruhr 2010

Hier geht es zu Filmbeiträgen der Vergangenheit

 

 

Bitte dieses Formular ausdrucken und an Rudolf Kley, Bahnhofstr. 134, 47137 Duisburg senden

Telefon 0203/442999

So kann sich jeder an dieser Aktion beteiligen

Pressemitteilung vom 29. Sept 2008

Duisburg ist eine „Künstlerstadt“. Grafik weist auf Neuerscheinung hin.

Etwa zeitgleich mit der Eröffnung des Einkaufzentrum „Forum Duisburg“ ist das Buch „Seit Lehmbruck – Duisburger Künstlerportraits“ im Mercatorverlag erschienen.

Der Duisburger Apotheker und Aktionskünstler Rudolf Kley lobt dieses Werk besonders, obwohl es nicht alle Facetten der Duisburger Kunstszene wiederspiegelt. Eine Ergänzung und Fortschreibung hält er deshalb für wünschenswert. Das Buch fordert selbst eine zukünftigere Würdigung der 266 nur im Anhang namentlich erwähnten Künstler. „Ganz wichtig ist mir aber schon heute die Quintessenz: Duisburg ist eine Künstlerstadt.“ Rudolf Kley, der 1985 mit seiner Malerei einen Guinnessrekord aufstellte und zuvor mit seiner Aktion „Kunst ist Kohl“ bundesweit Furore machte, will das Bewusstsein für die „Künstlerstadt Duisburg“ in der Bevölkerung wecken: „Kunst und Kultur tragen zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt bei und verleihen Duisburg ein kreatives Image. Kunst und Kultur sind ganz wichtige Standortfaktoren!“

Schon vor 30 Jahren hat Rudolf Kley mit der Gründung der Kulturwerkstatt Meiderich und dem Meidericher Kunstmarkt auch Zeichen in diese Richtung gesetzt. Jetzt hat er zur Eröffnung des „Forum Duisburg“ eine besondere Grafik ins Netz gestellt hat, die sich jeder kostenfrei zum Ausdruck herunterladen kann. „Das passt ganz gut, wurde das Einkaufszentrum doch als „Marktplatzes für alle Sinne“ konzipiert.“ Rudolf Kley: „Jetzt kommt ein weiterer Sinn hinzu!“ Der Künstler spielt auf die Variante dieser Grafik an. „Wer mir gegenüber den Kauf dieses Buches über Duisburger Künstler belegt, bekommt von mir die signierte Variante der Grafik gratis. Die Auflage ist begrenzt. Man kann sich die Grafik im Internet unter www.luftpumpenfeld.de ansehen.“ In die neue Grafik wurden Elemente des Titelbildes des Buches eingearbeitet. So kann man im Vordergrund Lehmbrucks Kniende erkennen, mit einem Schurz der an das Logo einer großen Duisburger Buchhandlung erinnert.

Bekannt geworden ist Rudolf Kley auch durch sein Luftpumpenprojekt, das er anlässlich Ruhr.2010 endlich vollenden will. Nach 24 Jahren soll der Geist von Vincent van Gogh aus diesem Feld aus mindestens 30 000 Luftpumpen auferstehen. Rudolf Kley macht durch Aktionen „rund um die Luftpumpe“ auf dieses Projekt aufmerksam. Auch diese Grafik dient dazu. Denn der „Kunst- und Kulturmacher“ aus Meiderich muss sich immer wieder etwas neues einfallen lassen, um die Öffentlichkeit zu erreichen. Bisher muss er ohne offizielle Unterstützung auskommen. Deshalb hofft er weiter auf die Hilfestellung der Bevölkerung, die ihm in der Vergangenheit bereits mehrere tausend Luftpumpen für seine Aktion zur Verfügung gestellt hat. Auf der Grafik erkennt man das Wahrzeichen des Einkaufzentrums, die überdimensionierte, goldene Leiter. Auf der Spitze dieser Leiter, quasi im 7. Luftpumpenhimmel, hat sich Rudolf Kley selbst mit seinen ersten, vor 22 Jahren eingepflanzten Luftpumpen hingestellt. Rudolf Kley hat die Leiter gleich um etliche Meter waagerecht verlängert, wobei die Leiter am Ende zum Träger seines Luftpumpenfeldes wird. Rechts unten stützen frisch „eingetopfte“ Luftpumpen die Grafik, eine zarter Hinweis darauf, dass diese Grafik - bei aller Liebe für das neue Forum – hauptsächlich dem Luftpumpenprojekt dienen soll.

Die Luftpumpe kann ein Freiheitssymbol werden und Völker verbinden. Sie steht für Kreativität und Authentizität. An ihr lassen sich auch das Verständnis für Kunst und das Verhältnis von Kunst und Kultur zur Stadtwerbung erproben.

Manch einer hat noch einen Koffer in Berlin. Wenn es nach dem Duisburger Apotheker und Aktionskünstler Rudolf Kley geht, sollen bald möglichst viele Bürger aus Deutschland und Umgebung – sprich Europa - eine Luftpumpe in Essen haben. Spätesten 2010, wenn Essen Kulturhauptstadt Europas ist.

Seit über 20 Jahren arbeitet Rudolf Kley an seinem Luftpumpenprojekt. Aus gelben Luftpumpen will er das Weizenfeld rekonstruieren, in dem sich Vincent van Gogh 1890 erschossen hat. Daraus will er den Geist von Gogh auferstehen lassen. Viele Bürger haben dem Apotheker in der Vergangenheit nach Presseberichten und Fernsehauftritten eine Luftpumpe gespendet. Mindesten 30 000 Luftpumpen benötigt er aber. Wenn er über diese Mitteilung jetzt 3 Menschen in jeder Stadt, in jedem Dorf Deutschlands erreichen kann, die ihm per Brief oder Postkarte mitteilen, dass sie ihm 2010 eine Luftpumpe spenden werden, glaubt Rudolf Kley, ebenso viele europäische Mitbürger in den Partnerstädten motivieren zu können. Dann kommen genug Luftpumpen zusammen. „Ich glaube nicht, dass sich unsere ausländischen Freunde lumpen lassen, wenn die Realisierung des Feldes in greifbarer Nähe ist!“ verkündet Rudolf Kley selbstsicher. „Der erste Schritt ist erfahrungsgemäß der Schwerste. Damit ich dieses Projekt der Jury in Essen vorstellen kann, benötige ich erst einmal ganz dringend und schnell – nämlich postwendend - die Hilfe meiner Mitbürger. Wenn ich schon dreißigtausend Briefe mit angekündigten Luftpumpenspenden vorlegen kann, wer kann dann noch Nein zu der benötigten Unterstützung sagen oder das Projekt gar ablehnen?“

Und noch etwas sollte die Briefschreiber beflügeln, ihre Luftpumpenspende auf dem Postweg anzukündigen. Rudolf Kley hat sich zwar schon eine Menge Gedanken darüber gemacht, wie er den Geist von van Gogh aus dem Luftpumpenfeld auferstehen lassen will, kann sich aber durchaus vorstellen, dass jemand anderes vielleicht noch eine bessere Idee hat. „Also einfach lustig drauf los Ideen entwickeln und aufschreiben. Vielleicht noch wissenswert, worum es mir hierbei geht. Diese Aktion ist eine Hommage an van Gogh. Die Auseinandersetzung mit van Gogh hat mich davon überzeugt, dass Authentizität und Glaubwürdigkeit , die Identität von Werk und Leben, die wichtigsten Qualitätsmerkmalen eines Kunstwerkes und seines Schöpfers sind. Dies kann man sehr wohl auch am Beispiel einer Luftpumpe zeigen. Herausgefordert hatte mich 1986 die Bemerkung eines Kunstdidaktikers „Andererseits würden wir nicht auf die Idee kommen, das Verständnis für Kunst an einer Luftpumpe zu erproben.““

Ein gutes Omen für Essen gibt es schon. 1985 hat Rudolf Kley hier die längste abstrakte Bildfolge ausgestellt, mit der er ins Guinnessbuch der Rekorde gekommen ist. In letzter Minute wie Boris Becker für seinen ersten Wimbledonsieg. Und auch die Verbindung zu Europa ist sch da.. Im Rahmen der 14. Duisburger Akzente 1990 „Unser Haus Europa" zeigte Rudolf Kley „KLEYROPA - Malerei an der Wende". Die Einladungskarte spiegelte übertrieben realistisch sein Motto wieder „Würde van Gogh heute noch leben, gingen ihm auch Luftpumpen durch den Kopf!"

Im Zusammenhang mit dieser Aktion entstehen immer wieder Grafiken, die aus dem Internet heruntergeladen werden können, wie z.B. diese hier.) Weitere unten

Einige Illustrationen zur nebenstehenden  Geschichte des Luftpumpenfeldes

 

Hierin steht es schwarz auf weiß: "Andererseits würden wir nicht auf die Idee kommen, das Verständnis für Kunst an einer Luftpumpe zu erproben..."

Schuhe aus Kiel bekommen auf dem Meidericher Kunstmarkt Farbe und Rudolf Kley bei dieser Gelegenheit die Einladung zu einer Aktion nach Orsoy

Hier kam die Luftpumpe zum ersten Mal zum Einsatz um den "Kunstmief" aus den Schuhen zu vertreiben.

Die aufgeblasenen Handschuhe erinnerten an "Tretmienen". Manchmal kann Kunst auch explosiv sein

Zum 40. Geburtstag ließ Rudolf Kley sich mit Luftpumpen beschenken, die er direkt zum 1. Feld verabeitete. Es fand direkt bei der nächsten Aktion Verwendung.

Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung konnten die Besucher hinter ein Bild treten und van Gogh ihr Ohr leihen. Der Bundesbildungsminister Jürgen Möllemann hatte die Eröffnung wegen einer dringenden Präsidiumssitzung (Bangemann) kurzfristig abgesagt.

 

Dafür eroffnete der Minister die Ausstellung von Alfred Grimm und Rudolf Kley in der Mercatorhalle und lieh van Gogh im wahrsten sinne des Wortes sein Ohr

 

Zum Jubiläum der Firma Gehe schlug Rudolf Kley im Eingangsbereich nicht seine Zelte, sondern seine Luftpumpen auf. Die Aktion war von erfolg gekrönt. Siehe auch hier.

Luftpumpen sind nur eine Seite der Medaille. Gute Luft hat für die Gesundheit einen unbestrittenen Stellenwert. Siehe auch hier.

Der Hund Hubertus bekommt die Verkleidung des Reichstages erklärt. Mit der Luftpumpe hat er dies sofort verstanden.

Schon mal Probesitzen vor dem Polizeipräsidium in Münster für die Pressefotografen.

Doch die Pumpen aus Münster kamen zuerst in Duisburg zum Einsatz.

Rudolf Kley mit eingetopfter Luftpumpe und Guinnessurkunde unter dem Arm.

Die Urkunde hatte Rudolf Kley für die längste, abstrakte Bildfolge - hier die Ausstellung des Gesamtwerkes in der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse Essen - erhalten.

Dies war die Einladungskarte zu Rudolf Kleys Ausstellung anlässlich der Duisburger Akzente. Wie man sieht, gehen van Gogh an seinem 100. Todestag nichts als Luftpumpen durch den Kopf
Ein Plakat zur BUGA 2011, die leider aus Kostengründen abgesagt wurde. Motto "Duisburg verbindet". Hier überbrückt ein "Luftpumpenreiter" die Kluft zwischen Hell und Dunkel und fliegt auf einblühendes "DU" zu.
Interview mit Rudolf Kley Abdruck teilweise oder ganz (honorarfrei) erlaubt

In der Pharmazeutischen Zeitung, Zentralorgan für die Apotheker der Bundesrepublik Deutschland, vom 21. Febr. 2008 wurde ein Aufruf des Apothekers und Aktionskünstlers Rudolf Kley veröffentlicht, der die Apotheker zu gesellschaftlichem Engagement im Fall Nokia auffordert. Der Duisburger Apotheker befürchtet, dass die Vorgehensweise des Handyherstellers sonst schnell in Vergessenheit gerät und möchte dem entgegenwirken. Schon jetzt finden sich Hinweise auf die Schließung des Werkes nur noch als Randnotiz in den Tageszeitungen.

Rudolf Kley, der 2010 nach 20 jähriger Vorbereitungszeit auf jeden Fall mit einem Feld aus gelben Luftpumpen mit von der Partie sein will, lässt dieses Feld schon jetzt auf Bildern sprießen. Und er meint es auch mit der Bürgerbeteiligung ernst. Er hofft dass ihm nicht nur 2010 möglichst viele Bürger eine gelb angestrichene Luftpumpe spenden, sondern ihm bereits im Vorfeld ein Bild zu Bearbeitung senden. Aus diesem Feld, das am Ende eine Rekonstruktion des gelben Weizenfeldes sein soll, in dem sich van Gogh erschossen hat, soll der Geist von van Gogh auferstehen. Wie dies im einzelnen geschehen soll, darüber dürfen die Bürger nicht nur spekulieren, sondern sich voll mit ihrer Phantasie einbringen und mitgestalten. "Wer seinem Bekannten oder guten Freund eine besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen will, der braucht einfach nur dessen Lebensumgebung, das Haus, den Spielplatz, die Schule, in der er gegangen ist, eventuell das Standesamt etc. zu fotografieren,. Einzige Vorbedingung – die Objekte müssen im Revier liegen, dass 2010 mit Essen als europäische Kulturhauptstadt geschlossen auftreten und sich weltweit als Kreativitätsschmiede verkaufen will." Die suche nach dem besten "Luftpumpenacker" im Revier bleibt leider ergebnislos.

Dieses Feld steht vor dem Hochofen in Bruckhausen

 

Diese Statue sollten alle Oberbürgermeister im Revier erhalten. OB Sauerland als erster. Doch er hatte wohl Angst, selber als Luftpumpe bezeichnet zu werden, so sein Pressesprecher. Deshalb dieser Froschkönig mit Krone und Luftpumpe als Zepter. Ählichkeiten sind rein zufällig, aber er sieht sauer aus.

 

Geistiger Vater obenstehender Grafik ist Fritz Pleitgen: "Dass das Ruhrgebiet auf die Weltkarte gebracht wird, ist mein ganz schlichter Anspruch." Mit dieser Grafik, die am 20.März 2008 "geboren" wurde, gratuliert Rudolf Kley ganz herzlich zum 70. Geburtstag von Fritz Pleitgen. Luftpumpen machen es auf dieser Grafik möglich, dass sich die Augen der Welt auf das Ruhrgebiet richten und der Mund vor Erstaunen offen bleibt. Die Grafik kann man sich unter luftpumpenfeld.de herunterladen. Das bald Ostern ist sieht man auch. Die Erde ist ein wenig eiförmig geraten. Vielleicht soll der Betrachter aber auch an das Ei des Kolumbus erinnert werden.

   
   
   
   
 

 
 
www.deapo.de
Luftpumpenfeld für Vincent van Gogh. Luftpumpen sind der  richtige Qualitätsmaßstab für Kunst?

Rudolf Kley: "Der Satz „Andererseits würden wir nicht auf die Idee kommen, das Verständnis für Kunst an einer Luftpumpe zu erproben." beschäftigte mich auch noch nach meiner Pumpaktion in Orsoy. Für mich war die Aussage einfach falsch. Das Verständnis für Kunst kann man an allen Dingen festmachen und an allen Dingen, einschließlich der Menschen, erproben. Wie den Gegenbeweis antreten?
Angesichts des von van Gogh gemalten Weizenfeldes mit Raben im Kröller Müller Museum erkannte ich, dass es die Identität von Werk und Leben ist, die ich unterbewusst immer als Maßstab für künstlerische Arbeit angelegt habe. Dies brachte mich auf die Idee, die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst einführen und dass Weizenfeld, in dem sich Vincent van Gog erschossen hat, aus Luftpumpen nachstellen zu wollen. Dieses Feld würde  die Skulptur gewordenen Antwort auf alle Fragen zur Kunst und Qualität von Kunst werden, die bis in meine Schulzeit zurückreichen. Woher aber die 30 000 Luftpumpen nehmen, die ich nach erster Berechnung für die Rekonstruktion benötigte?
Es blieben nur zwei Möglichkeiten übrig. Entweder die Luftpumpen zu kaufen, oder aber über geeignete Aktionen und die Berichterstattung darüber möglichst viele Menschen zu erreichen, die mir ihre Luftpumpen für diesen Zweck dann spenden würden. Anfangs wollte ich mir einen Teil der Luftpumpen kaufen. Das Geld sollte der quadratmeterweise Vorabverkauf des Luftpumpenfeldes erbringen. Ich schrieb 100 Museen, Kunstvereine und Institutionen wie z.B. Mercedes in Stuttgart an und bekam Briefe voller Anteilnahme zurück, aber kein Geld.
Also rief ich anlässlich meines 40. Geburtstages am 22.12.1986 zu einer Luftpumpenspende auf und bekam an diesem Tag von meinen Gratulanten, die endlich wussten, womit sie mir eine Freude machen konnten, jede Menge Luftpumpen geschenkt. Während unten, in der Parterre die Gäste meinen Geburtstag feierten und manche schon das Haus verließen, hielt ich in meinem Atelier unter dem Dach mit beiden Armen weit über hundert Luftpumpen umschlungen. Der zur Fixierung der Pumpen in einem flachen Kasten benutzte Füllschaum wollte einfach nicht erhärten.
 
Auch Johannes Rau hätte dem „arzneikundigen Kulturmacher aus Meiderich" zu den Glückwünschen gerne eine Luftpumpe beigelegt, aber die alte für das Verlagsbuchhändlerfahrrad hatte der Ministerpräsident verlegt und die neue wollte er mit nach Bonn nehmen, „damit dort viel neuer Luftzug entsteht." Zum Schluss wünschte er mir neunundzwanzigtausendachthundertsechsundneunzig Luftpumpen. Leider ging sein Wunsch bis heute nicht in Erfüllung. 14 Jahre später bat ich ihn darum - Johannes Rau war inzwischen Bundespräsident geworden-, mir doch die für Bonn nicht mehr benötigte Luftpumpe zu überlassen, um viele andere Bürger zu dem gleichen Schritt zu animieren.
 
Als ich in der Zeitung las, dass man sich in China Luftpumpen in den Teestuben leihen kann, rief ich sofort in der chinesischen Botschaft an. Nachdem ich am Telefon dreimal das Wort Plastik buchstabieren musste und als Antwort zu hören bekam, dass es doch an jeder deutschen Tankstelle eine elektrische Pumpe gibt, kamen mir Zweifel ob ich richtig verstanden worden war und legte auf.
Dann fiel mir die Documenta ein. Schließlich handelt es sich bei den meisten Besuchern doch wohl um aufgeschlossene Zeitgenossen. „Wenn nur jeder 10. Besucher mir eine Luftpumpe mitbringt, dann muss es klappen", dachte ich und schrieb flugs den Oberbürgermeister von Kassel an. Mein Luftpumpenfeld wollte ich jetzt der Documenta gegenüber in Form eines Fragezeichens aufbauen. Es kam kein positiver Bescheid. Der Oberbürgermeister hatte kein Plätzchen frei, weil die Stadt Kassel die Aufgabe des künstlerischen Leiters „weder beeinflussen noch konterkarieren" will. Der künstlerische Leiter Manfred Schneckenberger tröstete mich: „Keine Angst, die Documenta 8 wird ihr Fragezeichen hinter einen allzu genormten Kunstbegriff schon selber setzten."

Kassel war mir auch nicht mehr ganz so wichtig. Hatte es doch inzwischen ein Gespräch mit dem „Na, sowas" Macher Holm Dressler gegeben. Er teilte mir mit, dass Thomas Gottschalk mir bei der Pumpensuche durch täglich Berichterstattung während der Funkausstellung in seiner ZDF Sendung „Siehste" helfen wollte. Jetzt musste ich nur noch einen Platz in Berlin finden, an dem die Zuschauer das Luftpumpenfeld wachsen hören und sehen konnten.

Das Pumpenfeld schnitt ich deshalb auf die Berliner Verhältnisse zu. „Luftpumpenfeld am Checkpoint Charlie" hieß der neue Arbeitstitel. Oberbürgermeister Diepgen und den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker bat ich um Erlaubnis, rechts und links der Mauer Pumpen sammeln dürfen. Das Feld wollte ich förmlich über die Mauer klettern lassen, die Mauer auf diese Weise überwinden und damit ein Zeichen der Hoffnung setzen. Das Feld sollte beide Teile Berlins verbinden. Schließlich gab es nur ein Berlin, das 750 Jahre alt wurde!
Der „skulpturenboulevard" geschädigte Oberbürgermeister reichte die Angelegenheit an seinen Kultursenator weiter. Dieser ließ mich durch seine Abteilungsleiter wissen, dass die Mauer kein Ort für ein Happening sei „und auch keine Pinnwand; sie ist ein Instrument der Unmenschlichkeit." Der Osten würde eine solche Aktion nie zulassen.

Postwendend wies ich darauf hin, dass der Osten ja noch nicht abgesagt hatte und fragte nach, was denn bei seiner Zusage geschehen würde. „Dies ist dann so spektakulär, dann müssen wir über die ganze Aktion neu nachdenken", hieß es in etwa sinngemäß. Verständlich, hatte doch der Spiegel gerade über ein Projekt der „Mythos Berlin Ausstellungs GmbH" unter der Überschrift „Russe von hinten" berichtet. Es ging dabei um einen Künstlerwettbewerb zur „behutsamen Verstädterung" des Betonwalls. Von diesem Wettbewerb erfuhr ich leider erst aus diesem Artikel. Jan Laessig, Mitorganisator dieser Veranstaltung bedauerte, dass ich meine Unterlagen nicht eher eingereicht hatte. Eine Berücksichtigung, eine Verlegung des Luftpumpenfeldes von der Mauer auf den Anhalter Bahnhof war jetzt organisatorisch nicht mehr drin.

Zwischenzeitlich hatte ich Kontakt zu dem Bund der Steuerzahler in Berlin aufgenommen. Ein ziemlicheinseitiger Kontakt, denn trotz meiner sieben Anrufe und dem permanent abgegebenen Versprechen meiner Gesprächspartnerin, mir Fotokopien der Pressemitteilungen und Berichte über die Aktivitäten dieses Bundes im Zusammenhang mit den Protesten und „Buh" Rufen wider den Skulpturenboulevard, habe ich dergleichen nie erhalten.

Dabei wollte ich doch nur, dass alle „Buh-Rufer", „76% der Berliner Bevölkerung", diese Schätzung gab der Künstler Vostell in einer Talkshow von sich, ihren Unmut durch eine Luftpumpenspende ausdrückten.

Unter dem Titel „Einblicke" liefen hier zeitgleich die Duisburger Akzente. Bei der Eröffnung hatte der Kulturminister der DDR betont, wie wichtig Kunst als Mittel der Verständigung auch über deutsche Grenzen hinweg sei. Warum ich keine Stellungnahme des Staatsratsvorsitzenden zu meiner Anfrage bis dato bekommen hatte, konnte mir eine diese „Einblicke" betreuende Funktionärin auch nicht sagen. Vielleicht ahnte Honecker ja, dass die Mauer bald sowieso fallen würde.
Meine letzte Hoffnung für einen Auftritt in Berlin war die Firma Sony. Der hatte ich einen Verschönerungsvorschlag für ihren Stand auf der Fernsehmesse geschickt, den ich, nachdem mir bis Juli keine Entscheidung mitgeteilt wurde, wieder zurückzog. Viele Monitoren sollten teichförmig auf dem Boden ausgebreitet werden und von einem „Luftpumpenschilf" umgeben werden. Die Monitoren sollten in einer ganz spezifischen Weise eine Aufzeichnung meines Guinnessrekordbildes wiedergeben und so verdeutlichen, dass Bilder immer aus Bildern kommen. Eine Brücke, ähnlich der, wie sie van Gogh immer gemalt hat, sollte über diesen Kunstteich führen und dem Betrachter den richtigen Abstand ermöglichen.

Welchen Stellenwert das Luftpumpenfeld für mich inzwischen für mich eingenommen hatte, mag man der Tatsache entnehmen, dass ich es Kaspar König für seine „Weltausstellung" der Ideen anbot. Er schrieb zurück: „Die in Frankfurt anstehende Ausstellung bezieht sich auf weniger literarische Ideen und geht in eine andere Richtung." Was hat er damit nur gemeint?

Einen Stellplatz für das Luftpumpenfeld zu finden war schon sehr schwierig, 30 000 Luftpumpen zusammenzubringen schien aber nur einfacher zu sein.

Zwar brachte mir ab und zu auch jemand in der Apotheke eine Luftpumpe vorbei, das Gelbe vom Luftpumpenfeld war es aber nicht. Deshalb ließ ich jetzt den Geist von van Gogh förmlich aus dem Luftpumpenfeld auferstehen und jeder konnte ihm sein Ohr leihen. 
In der Praxis sah dies so aus. Ich bastelte ein leicht transportables 1 qm großes Luftpumpenfeld und stellte dahinter ein Bild, das zeigte, wie sich van Goghs Geist aus einem Luftpumpenfeld erhob. An der Stelle, wo van Goghs linkes Ohr gesessen hätte, hatte ich ein Loch in das Bild gemacht, durch die jeder Ausstellungsbesucher, das Bild nahm ich jetzt immer auf Ausstellungen mit, sein Ohr stecken konnte. Mit der Polaroid Kamera, die auf sein Ohr gerichtet war, wurde dieser Vorgang festgehalten. Das Polaroid Bild wurde in eine Grafik „Gehe und leihe van Gogh Dein Ohr!" so eingefügt, dass es jetzt Teil dieser Grafik wurde. Der Betreffende konnte es zu hause an die Wand hängen und seinen Besuchern erzählen, wie und weshalb er an diese Grafik gekommen war. Für mich persönlich war es wichtig, dass auch der damalige Verwalter von Kunst - und Kulturmaßstäben, der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft Jürgen Möllemann, der Aktion sein Ohr auf dem FDP-Parteitag in der Mercatorhalle lieh, als er die Gemeinschaftsausstellung mit dem Beuysschüler  Alfred Grimm eröffnete und auch das Geleitwort zu meinem Kalender für das Jahr 1990, „Ich male, also lebt van Gogh!" schrieb. 1990 jährte sich zum einhundertsten Mal der Todestag von Vincent van Gogh. Das Grußwort zu dem Kalender schrieb damals Duisburgs Oberbürgermeister.  OB Krings, der es mir anscheinend nicht übel genommen hatte, dass ich anlässlich der Universiade vor dem Stadion gegen die Entsorgung hochgiftiger Filterstäube in einem Meidericher Wohngebiet protestiert hatte. Allerdings kam die Meidericher Bevölkerung meinem Aufruf nur sehr vereinzelt nach,  mit Luftpumpen gegen die fragwürdige Entsorgung von Filterstäuben zu protestieren. Das Feld sollte gegebenenfalls in Form der olympischen Ringe vor dem Stadium entstehen, in dem die Universiade stattfand. Den Besuchern der Universiade setzte ich so genannte Filterschutzhauben auf. Die Besucher fotografierte ich mit diesen Hauben und benutzt diese Fotos zur Bereitung von Bilduntergründen. Die Bilder stellt ich in der DGHS-Akademie Düsseldorf, in den Räumen der „Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben" in Düsseldorf aus. DGHS-Präsident Atrott kaufte bezeichnenderweise eines dieser Bilder für die Bundesgeschäftsstelle in Augsburg. Im Rahmen der 14. Duisburger Akzente 1990 „Unser Haus Europa" zeigte ich „Malerei an der Wende". Die Einladungskarte entstand nach dem Motto  „Würde van Gogh heute noch leben, gingen ihm auch Luftpumpen durch den Kopf!" Danach entwarf ich eine „Russlandgrafik". Eine Luftpumpe treibt auf dieser Grafik ein Schiff an, das van Goghs Weizenfeld nach Russland bringt. Es wird von einer Friedenstaube gesteuert. 100 Bestellungen gingen ein, nicht genug, um den aufwendigen Druck von 1000 Exemplaren zu finanzieren und tatsächlich Weizen oder ähnliches nach Russland zu schicken..

Bei jeder Gelegenheit machte ich auf meine Luftpumpensammelleidenschaft und die damit verbundene Absicht aufmerksam. Es gab neben Rundfunkbeiträgen, mehrere Fernsehbeiträge, z.B. in der ARD (Allerhand -Bilder, Menschen und Geschichten) . Der WDR lud mich mit meinem Feld zu „Gesucht – Gefunden" ein und ließ für die Zuschauer sogar ein Luftpumpenorchester auftreten. Ich wandte mich an den Initiativkreis Ruhrgebiet, einem Kreis namhafter deutscher Firmen, die sich dem Ruhrgebiet besonders verbunden fühlten. Tatsächlich bekam ich von einigen Mitgliedern auch Luftpumpen, darunter von einem Max Dietrich Kley, der später auch Vorstandsvorsitzender der Infineon war. Er erkundigte sich bei dieser Gelegenheit gleich nach einem möglichen Verwandtschaftsverhältnis.
Immer wieder gab es Gelegenheiten, das Verständnis für Kunst anhand der Luftpumpe zu erproben. 1995 bot sich eine solche Gelegenheit in Berlin bei der Verhüllung des Reichstages durch die Künstler Christo und Jeanne Claude. Da habe ich meinem inzwischen leider verstorbenen Hund Hubertus die Reichstagverhüllung mit der Luftpumpe in der Hand erklärt. Er hat zwar verständnisvoll genickt, war sich aber wohl nicht ganz sicher ob er jetzt in die Lappen beißen sollte oder nicht. Nach dem Motto „Kunstwerk beißt Kunstwerk". Immerhin hatte ich ihn und andere Hunde zwischenzeitlich per Urkunde in den Rang eines Kunstwerkes erhoben – denn der Hund als Kunstwerk kommt in den entsprechenden Gebührenordnungen der Städte für die Hundesteuer nicht vor. (Siehe auch „Jeder Hund kann ein Kunstwerk sein“) Als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Hundesteuerzahler Duisburg e.V. musste ich einfach so handeln. Über diesen  Akt wurde bundesweit geschmunzelt. Er brachte mir auch den Stern der Woche von Stern TV ein.

Das Angebot des Polizeipräsidenten für die Platzierung des Feldes vor dem Präsidium in Münster kam für mich im Jahr 2000 sehr überraschend. Schließlich lag der Beginn der Aktion schon 14 Jahre zurück. Ich fühlte mich aber trotzdem gewappnet und sagte Ja. Zwar ärgerte ich mich ein wenig darüber, dass ein Zeitungsbericht dieses Ja schon vorweggenommen hatte bevor es ausgesprochen war, aber das Luftpumpenfeld war und ist  bei meinen Aktionen nach wie vor mein Lieblingskind. Das Thema dieser  Aktion ist zeitlos, also auch heute noch brandaktuell, geht es doch auch nach der Jahrtausendwende jedem Menschen bewusst oder unterbewusst darum, seinem Leben einen Sinn zu geben, den höchstpersönlichen, vor sich selbst akzeptierten Maßstab für sein Leben zu finden. Die Suche nach diesem Maßstab ist ganz eng verknüpft mit der Frage nach dem Sinn des Leben.

Schließlich bin ich 1978 mit meiner Überzeugung an die Öffentlichkeit gegangen, dass jeder Mensch Erfolgserlebnisse braucht und der Arbeitsprozess diese durch seine häufig nicht am menschlichen Wesen orientierte Gestaltung kaum zulässt. Arbeitslosigkeit natürlich noch viel weniger. Glückspillen sind kein Ausweg. Bleibt nur Kreativität. Man sollte nur nicht über selbstausgelegte Fußangeln in Form missverstandener oder blind übernommener Maßstäbe stolpern.
Nachdem in den vergangenen Jahren meine Malerei immer näher an meinen Beruf gerückt war  – 1994 „Nur Arzneimittel sind Arzneimittel", 1996 „Jeder Mensch ist ein Placebo!", 1999/2000 „Fett weg!" sah ich in dem für Münster geplanten Luftpumpenfeld auch ein Gesundheitsdenkmal, denn im Gesundheitswesen ist einfach keine Luft mehr. Letzten Endes konnte es mir aber egal sein, ob mir Luftpumpen als Zeichen eines Protestes, zur Unterstützung einer Kunstaktion oder zur Förderung eines gemeinnützigen Zweckes gespendet wurden, denn ich selbst wollte dieses Feld auch als Skulptur erleben und dazu brauchte ich nun einmal 30 000 Luftpumpen. Also gab es entsprechende Berichte und Aufrufe in pharmazeutischen Zeitungen und Ärztezeitungen. Reaktionen blieben leider aus. Auch mein Angebot, das Feld vor seiner Realisierung an einen Sponsor zu verkaufen und das Geld krebskranken Kindern zu stiften, fand leider kein Echo. Dabei hätte ich dies für sehr motivierend für Luftpumpenspender gehalten. Effektiver war da die Anweisung des Polizeipräsidenten an alle Polizeidienststellen in NRW, Luftpumpen entgegen zu nehmen, die dort aufgrund vieler Zeitungsberichte auch abgegeben wurden.
Bundespräsident Rau wollte bei seinem Besuch in Münster anlässlich der Eröffnung des Picasso Museums durch ihn auch seine Luftpumpe zu dem Feld beisteuern, sagte alle Termine im September aber wegen seiner Erkrankung ab. Von der Veranstaltung mit dem Bundespräsidenten und den begleitenden Presseberichten hatte ich mir einen erheblichen Wachstumsschub für das Luftpumpenfeld versprochen. Der blieb jetzt aus. Wie in den Jahren zuvor blieb das Feld unvollendet. Zum Einsatz kamen die Luftpumpen erst wieder beim "Kreuzzug für die Mercatorhalle", einem Protest, der den  geplanten Abriss der Mercatorhalle in Duisburg leider nicht verhindern konnte. (Inzwischen steht hier das „Citypalais“) Wann  van Goghs Geist  aus einem gelben Luftpumpenfeld aufsteigen wird, steht wieder in den Sternen, nachdem es auch zur Buga 2011 in Duisburg nicht klappen kann, weil diese Veranstaltung inzwischen abgesagt wurde. Das  Motto dieser Veranstaltung  war „BUGA Duisburg verbindet". Die Idee des Luftpumpenfeldes wäre 2011 genau 25 Jahre alt gewesen. Einen Plakatentwurf, der einen blauen Luftpumpenreiter zeigte, hatte ich bereits gemalt.. Der "Luftpumpenreiter" überbrückt auf diesem Bild eine Kluft und bewegt sich auf ein blühendes Duisburg zu. Es wäre einfach zu schön, wenn dieses Feld ein Vierteljahrhundert nach seiner „Grundsteinlegung“ endlich aufgebaut werden könnte."
 

Es wäre einfach zu schön gewesen. Die BUGA wurde abgesagt und damit war für Rudolf Kley auch der Traum von dem Luftpumpenfeld anlässlich der BUGA ausgeträumt. Bis, ja bis er las, dass Essen 2010  europäische Kulturhauptstadt sein wird. Jetzt sah er eine Möglichkeit, dieses Projekt vielleicht doch noch zu Lebzeiten abschließen zu können. Er bat um den offiziellen Segen - vergeblich. „Selbstverständlich hoffe ich 30 000 mal, das Ruhr.2010 dieses Projekt fördert. Das erleichtert die Sache gewaltig.“ Davon ist Rudolf Kley überzeugt. Aber auch davon, das es zur Not auch ohne offizielle Unterstützung klappt. „Diese Aktion schreibe ich mit meinem Herzblut. Wenn das richtig rüberkommt, wenn die Menschen wirklich die Bedeutung erfassen, wird es gehen. Kultur im Revier ist alles, aber ohne die Menschen, die hier wohnen, leben und arbeiten nichts. Ohne sie sind alles Potjomkinsche Dörfer.“ Wie tausende anderer Künstler erhielt er eine Absage "Nach eingehender Beratung sehen wir leider keine Möglichkeit, in das Program und in die Gesamtdramaturgie von Ruhr.2010 aufzunehmen."  Natürlich hatte Rudolf Kley sich dies anders gewünscht, aber schon bei seiner Bewerbung darauf hingewiesen, dass er seine Aktion auf jeden Fall dieses Mal durchziehen will. Das Wort "Gesamtdramaturgie" ist für ihn allerdings ein Reizwort. Deshalb antwortet er  "Mein Projekt passt nicht in die "Gesamtdramaturgie" von Ruhr.2010. Das hört sich so nach Aufführung und Schauspiel an. Als ob etwas "gestellt" wird, im Grunde nicht echt ist, das Charakteristische dieser Region eigentlich nicht wiedergibt. (Siehe auch unten mein "Gedicht Kultur pur an der Ruhr", das sich seit dem Januar auf meiner Webseite befindet.) Sie werden Ihre Gründe haben, der Welt etwas "vorzumachen".

Dass er den Verantwortlichen für Ruhr.2010 nicht böse ist, beweist neben stehende Grafik. Fritz Pleitgen hat sie bei der ersten Vorstellung des Kulturprogramms in Duisburg erhalten und sich über das Geschenk aus Meiderich, dem Duisburger Ortsteil, in dem er seine Kindheit verbracht hat, offensichtlich sehr gefreut. "Die Grafik hänge ich sofort in meinem Dienstzimmer auf!"

Rückblende. Kurz vor Weihnachten 2007 kam eine Einladung von der PEDALus Messe-und Veranstaltungsgesellschaft mbH zur „Fahrrad Essen“, die  mit der Campingmesse 2008 in Essen stattfand. (PEDALus war für die Ausstellerbetreuung zuständig und Initiator dieser Messe) Am Messestand gab es viele nützliche Gespräche mit Besuchern und die Berichterstattung war positiv. Der als Info verteilte Flyer erfüllt noch heute seinen Zweck.

Zu Weihnachten 2007 sucht Rudol Kley den besten Luftpumpenacker im Revier und bietet originelle, kostenlose Weihnachtsgeschenke für die Mithilfe an. Die Meldung ging aber im Weihnachtsgeschäft unter.

Vor einem Vierteljahrhundert hatte es schon einmal geklappt. Da war es  Rudolf Kley gelungen, Bürgermeister und Oberbürgermeister und Prominente für eine Aktion zu gewinnen.  Der Apotheker schwang den Pinsel und mit über 11 00 Meter Länge kam ein Guinnessrekord heraus, die längste abstrakte Bildfolge. (Duisburg war damals Partnerstadt der ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“) Das Marathonbildwerk wurde meterweise für den guten Zweck verkauft, schon bevor es überhaupt existierte.  Deshalb war es sehr hilfreich, über die originelle Einbeziehung der Stadtoberen  immer wieder die Öffentlichkeit zu erreichen und das Interesse der Bürger zu wecken. Allein bei der Eröffnung der Ausstellung dieses Riesenwerkes kamen in der ersten Stunde mehr als 20 000 DM für den guten Zweck zusammen. Es wurden bei der Vernissage über 100 Bilder verkauft. Die Einbeziehung der Stadtväter sollte diesmal so ähnlich laufen. Für den guten Willen sollte es jeweils vorab die Luftpumpe in Bronze geben. Wenn die Bürger der Stadt so richtig mitmachen, Luftpumpen spenden, die Luftpumpe in Silber. Aber nur einer sollte sie in Gold erhalten, nämlich derjenige, der sich für dieses Luftpumpenfeld so stark gemacht hatte, dass man zu dem angebotenen Platz für die Aktion und den Rahmenbedingungen einfach nicht nein sagen konnte. Pustekuchen, um bei der Luftpumpe zu bleiben. Natürlich musste man in Duisburg anfangen. Jedes andere Oberbürgermeisterbüro hätte sonst angefragt, warum Rudolf Kley nicht in Duisburg beginnt. Aber OB Sauerland, bekam hierbei Luft in den Knien, oder wie man auch sagt, weiche Knie. Das stellte sich aber erst Monate nach der Anfrage, nach vielen "Vertröstungsphasen" - auch durch den OB persönlich - heraus. Rudolf Kley war richtig sauer und weiß seitdem, woher der Name Sauerland kommt. Als Reaktion entstand ein Filmchen.

 

Im März 2008 liefert der Fall Nokia die Idee für ein Musical. Wo gibt es so etwas, dass man sich als Apotheker hinlegt, und als van Gogh wieder aufsteht? Nur im Ruhrgebiet! Eine Geschichte für ein Musical, das in weiten Teilen auf Tatsachen beruht und im Kulturhauptstadtjahr 2010 hier an der Ruhr Premiere haben soll. Oder aus heutiger Sicht: hätte haben können. Nur soviel sei verraten. Luftpumpen spielen in der Geschichte eine große Rolle und werden zum Hoffnungsträger für das Ruhrgebiet. Ähnlich wie in dem Lied „Liebe, liebe Lin....“ angekündigt. (gesungen und komponiert von Lou Portuondo - Text Rudolf Kley, das Lied hatte auf der Fahrrad2008 in Essen Premiere) Luftpumpen sind es, die im Musical zu einem Umdenken bei Nokia führen und eine Wende für die betroffenen Arbeiter herbeiführen. In der Pharmazeutischen Zeitung, Zentralorgan für die Apotheker der Bundesrepublik Deutschland, gab es einen Aufruf gab. Apothekenleiter werden darin gebeten, aus ihrer Apotheke eine Luftpumpensammelstelle zu machen. Die Apotheker werden angehalten, bis 2010 Luftpumpen der Bürger entgegenzunehmen, die aus Solidarität mit den Nokiaarbeitern mit ihrer Luftpumpe zu einem gelben Protest-Luftpumpenfeld beitragen wollen.
Dabei ist es  relativ einfach, sich eine lebendige Geschichte für ein Musical auszudenken und den Inhalt in Reimen wiederzugeben. Für das Bühnenbild hält sich der Maler Rudolf Kley auch noch halbwegs für zuständig. Wie der Name allerdings schon beinhaltet, lebt ein Musical aber von der Musik, von den Sängerinnen und Sängern, von den Darstellern und Tänzern. Leider verhallt der Aufruf nach Mitarbeit ohne große Resonanz. Die Idee entsprechender Cartoons ist gut, von fremden Ideen und Mitwirkung ist man ja hier nicht abhängig, allein es fehlt an der erforderlichen Zeit und Muße. Natürlich spielt auch der zeitliche Abstand zu diesem Drama eine Rolle.

 


Rudolf Kley versucht immer wieder, seine Kollegen mit einzubeziehen und entwirft ein Plakat für die Apothekenschaufenster. Das Thema wird in der Fachpresse aufgegriffen. Die Umsetzung lässt noch auf sich warten.